Wie wir arbeiten
Der VHSKM engagiert sich aktiv für die Umsetzung der Menschenrechte bei den Strassenkindern: Ernährung, medizinische Versorgung, Kleidung, ein Dach über dem Kopf, Schule und Ausbildung und lanciert dazu eigene Projekte vor Ort und arbeitet mit bestehenden staatlichen und nichtstaatlichen, einheimischen und ausländischen Organisationen zusammen, wo sich dies als sinnvoll erweist.
Direkt vor Ort ("auf der Gasse") geben MitarbeiterInnen des Vereins Essen aus, verteilen Kleider wo nötig und begleiten die Betreuten zum Arzt, ins Spital, zum Anwalt oder auf Behördenstellen. Auf Wunsch suchen sie mit dem Betreuten zusammen allfällige (entfernte) Verwandte oder kontaktieren Familienangehörige wo vorhanden. Sie begleiten den Drogenentzug, sind stets ansprechbar und beraten.
Der VHSKM sucht und organisiert bei Bedarf Plätze in Reintegrationszentren, Pflegefamilien, eine geeignete Schule oder Praktikumsplätze. Oft übernimmt die Organisation das Schulgeld, die Kosten für den Transport und die Ausbildungskosten.
Mit einem starken, mehrschichtigen und vernetzten Lobbying (Identifikationsgebung, Personalausweis, amtliche Registrierung, dem Verein nahestehende Anwälte, Menschenrechtsbüro, Polizei, Behörden) sollen die Rechte der Strassenkinder, die oft ohne Geburtsschein und ohne amtliche Anerkennung sind, durchgesetzt und die Kinder besser vor Missbrauch und Ausbeutung geschützt werden.
Pädagogisch geschulte Kräfte des VHSKM nehmen sich der Streetworker vor Ort an und bilden diese aus. Die so geschulten Gassenarbeiter können optimale Hilfe direkt vor Ort leisten. Damit wird humanitäres Engagement in eine Form von verselbstständigter Hilfe umgesetzt, die dazu führt, dass das Vertrauen der Bevölkerung gleichermassen wie der örtlichen Behörden in die Organisation und deren Aktivitäten gestärkt wird. Wir nehmen Rücksicht auf die lokalen (arabischen und berberischnen) kulturellen Hintergründe und die spezifische Mentalität vor Ort aus der Erkenntnis heraus, dass soziale und humanitäre Projekte nur in enger Zusammenarbeit und im Einklang mit der lokalen Bevölkerung erfolgreich sein können. Der Kreislauf wird geschlossen, wo ehemalige Strassenkinder später selber sich für die Organisation engagieren. Einige werden zu diesem Zweck vom VHSKM ausgebildet und gefördert.
Durch kontinuierliche Sensibilisierung der Bevölkerung sollen Missstände beseitigt und die Bedingungen für die Kinder verbessert werden. So konnten in der Zwischenzeit doch Ärzte, Anwälte, Zahnärzte und ein grosses Spital so vom Sinn des Engagements und dessen nachhaltigem Gewinn für die gesamte Gesellschaft überzeugt werden, dass sie die von uns betreuten Kinder teilweise kostenlos betreuen und beraten. Verschiedene Integrationsprojekte werden aktuell mit Staatshilfe realisiert.
Unser Verein hilft vor Ort bei Planung, Realisierung und Unterhalt von Integrationszentren, die Tagesstruktur, Schulunterricht und Ausbildung ermöglichen. Teilweise sind diese Zentren als eine Art Internat konzipiert, in denen die obdachlosen Kinder und Jugendlichen wohnen und leben. Neben logistischer, organisatorischer und administrativer Unterstützung bringen die Vereins-Mitarbeiter dabei auch ihre Erfahrung und ihr Know-how ein und oft übernimmt der VHSKM die Kosten für sachgerechte Infrastruktur und Einrichtung und garantiert die Kontinuität des Betriebes (regelmässige Lieferung von Medikamenten, Kleidern, Grundmaterialien, Ausbildungsmaterial, Verbrauchsmaterialien usw).
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VHSKM
VEREIN
HILFE
FÜR
DIE
STRASSENKINDER
IN
MAROKKO
CH-280.6.010.065-5
PC-60-253617-3
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